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Chronik von Kopschin

Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de)

-Die ersten archeologischen Funde im Bereich von Kopschin stammen vermutlich aus der Zeit der Lausitzer Kultur, also der Bronzezeit. Es handelt sich um ein Gräberfeld das südlich des Ortes auf einem der jetzigen Felder gefunden wurde(siehe Bild).

-Aufrund der Lesefunde auf dem Burgwall ist eine Errichtung dieser slawischen Anlage ca. im 10. Jahrhundert warscheinlich, wobei es bis ins 14. Jahrundert hinein genutzt wurde. Eine Nachnutzung ist warscheinlich, da auf der Gelände ein gotischer Schlüßel gefunden wurde. 

Germanische Speerspitze (Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de))
Ochsenknocken mit Joch-Abschürfung (Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de))
Elchknocken (Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de))
Slawische Tonscherben(Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de))
Slawische Tonscherben (Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de))
Gotischer Schlüssel (Material aus dem Museum der Westlausitz Kamenz (http://www.museum-westlausitz.de))

1343


-Der Name Kobschiwn lässt sich vom altsorbischen kopriva-Brennnessel ableiten, damit dürfte wohl ursprünglich die alte Kopschiner Schanze gemeint sein. Kopschin bezeichnete ein Gebiet, in dem Dill angebaut wurde (1374 Coppfhzrin, 1559 Kopschen - 1617 Hobsiz, 1843 Kopšiny im Pl., 1848 Kopschen) zu kopr, koprik, im VM poprik „Dill“.


1374


-Um 1374 wurde der Ort Coppfhzrin genannt.


1511


-Im kleinen, nur drei Gehöfte zählenden Weiler Kopschin ist mit Andreas Jeschg, seit anno 1511 bis heute der Name Jeschki belegt.

1700

-Bereits Anfang des 17. Jh. gab es wie heute zwei Bauernhöfe im Dorf Kopschin.


1703


-Die uns erste bekannte Statistik hat Pfarrer Sende aus Crostwitz in diesem Jahr erstellt. Allein in Kopschin gibt es 3 Häuser, 21 Katholiken und 8 Protestanten.


1865


-Unter der Leitung von Kantor Krahl führte der Ostroer Gesangsverein auf der Kopschiner Schanze ein Konzert durch.


1871


-01. Dezember Volkszählung sorbischer Kirchgemeinden

Crostwitz ist die größte Kirchgemeinde, in sie gehören: 3559 Katholiken von denen 3058 in den Orten der Kirchgemeinde und 501 in den Orten der lutherischen Kirchgemeinde leben. In dem Ort Kopschin selbst sind es 35 Katholiken.


1880


-In der Nacht vom 02. zum 03. Dezember wurde dem Gutsbesitzer Woleñk in Kopschin aus dem Pferdestall ein Pferd, im Wert von mehr als 600 Mark, gestohlen. Der Gutsbesitzer lässt gleich telegrafisch in alle Richtungen nach dem Dieb suchen. Noch am selben Tag, gegen Mittag, bekam er telegrafisch aus Wittichenau die Nachricht, dass sie dort den Dieb mit dem gestohlenen Pferd gefasst haben. Es handelte sich um einen Arbeiter; ein gewisser Lehmann aus Jeßnitz.


1890


-Kopschin, Nucknitz und Prautitz liegen an der Grenze des Kreises Kamenz und Kreis Bautzen und bildeten seit 1890 die Gemeinde Nucknitz.


1909


-Kopschin, Nucknitz und Prautitz hatten 1909 einen Bestand von 48 Pferden.


1915


-Viehzählungen vom 02. Dezember 1912 in den Orten Kopschin, Nucknitz und Prautitz:

45 Pferde, 269 Rinder, 261 Schweine, 20 Ziegen, 809 Geflügel und 13 Bienenstöcke


1921


-In diesem Jahr wurde auf der Kopschiner Schanze das Laienspiel „Posledni kral“ gespielt.


1921


-Am 28. und 29. Juni, sowie am Sonntag den 03. Juli fand auf der Kopschiner Schanze das erste Original sorbische Drama „Na hrodźišču“ von J. Bart Čišinski statt. Vorgestellt wurde dieses Drama unter freiem Himmel von den beiden Crostwitzern „Towarstwo młodźencow“ und „Towarstwo knježnow“. In vier Vorstellungen hatten 50 Darsteller unter der Leitung von dem großen Verehrer Čišinskis Herrn Joseph Nowak ca. 4.000 Besucher erfreut. Das Schloss wurde vom Meister Lebsa mit Hilfe zweier Kameraden errichtet.


1927


-In diesem Jahr zählte unser Ort 27 Einwohner, unter ihnen waren 5 Kinder (5 Jungen).


1936


-Aus Protest gegen den Faschismus wurde am 17.08.1936 in Kopschin auf dem Burgwall ein sorbisches Studententreffen (61. Schadźowanka) mit Laienspiel „Paliwaka“ (Lindwurm) veranstaltet.


1938


-Zur Vorbereitung auf die Kriegsführung mussten Autobahnen gebaut werden. Dazu wurde viel Material benötigt. So wurden die Steine nicht nur im Steinbruch gebrochen, sondern auch solch historischen Burgwälle wie in Kopschin vorhanden, abgetragen und missbraucht.


1955


-Überblick über die Anzahl der Trachtenträgerinnen im Jahr 1955

Trachtenträgerinnen insgesamt 2

darunter unter 24 Jahre 0

jüngste Trachtenträgerin 49

älteste Trachtenträgerin 60


1960


-In den 60-Jahren haben auch Manöver der Nationalen Volksarmee in Kopschin stattgefunden.


1974


-Zusammenschluss der Orte Horka, Prautitz, Nucknitz, Kopschin und Caseritz zur Großgemeinde Crostwitz. Dadurch wurde das Territorium erweitert und umfasst jetzt 13,32 km2.

1938


-Zur Vorbereitung auf die Kriegsführung mussten Autobahnen gebaut werden. Dazu wurde viel Material benötigt. So wurden die Steine nicht nur im Steinbruch gebrochen, sondern auch solch historischen Burgwälle wie in Kopschin vorhanden, abgetragen und missbraucht.


1955


-Überblick über die Anzahl der Trachtenträgerinnen im Jahr 1955

Trachtenträgerinnen insgesamt 2

darunter unter 24 Jahre 0

jüngste Trachtenträgerin 49

älteste Trachtenträgerin 60


1960


-In den 60-Jahren haben auch Manöver der Nationalen Volksarmee in Kopschin stattgefunden.


1974


-Zusammenschluss der Orte Horka, Prautitz, Nucknitz, Kopschin und Caseritz zur Großgemeinde Crostwitz. Dadurch wurde das Territorium erweitert und umfasst jetzt 13,32 km2.


1987


-In diesem Jahr wurden in Kopschin 15 Einwohner gezählt.


1990


-Das Brückengeländer in Kopschin wurde beiderseitig errichtet.


-In diesem Jahr wurde die Dorfbeleuchtung durch die Firma Jakubasch in allen Ortsteilen in Ordnung gebracht.


1992


-Der Feuerlöschteich in Kopschin wurde entschlammt und seiner Bestimmung übergeben.


1993


-Der Ort feiert 650-jähriges Bestehen.


1995


-Im September 1995 fand auf der idyllischen Kopschiner Schanze die erste Veranstaltung des sorbischen Jugendvereins „Pawk“ statt. Vorsitzender dieses Vereins ist Jan Budar.

Ca. 50 Jugendliche, Mitglieder und Nichtmitglieder des „Pawk“ aus Radibor, Crostwitz, Bautzen und Ralbitz folgten der Einladung auf die Schanze. Alfons Frenzel aus Rosenthal erzählte allen neugierigen Jugendlichen von den Sorben in Australien. Nach dem Vortrag wurde rege diskutiert am Lagerfeuer.


1996


-In diesem Jahr wurde eine Saugstelle in der Satkula als Feuerlöschteich in Kopschin errichtet.


1997


-Die Postanschrift für die 22 Einwohner lautet jetzt „Am Burgwall“.Der neue Straßenname löst nach Beschluss des Gemeinderates die bisherige Bezeichnung "Kopschin Nr.1 bis..." ab.


-Der Weg nach Kopschin wurde ausgebessert und der Dorfplatz ausgebaut.



1999

-In diesem Jahr wurden in Kopschin 22 Einwohner gezählt.


-Zwischen Prautitz und Nucknitz, am Abzweig Kopschin haben unlängst Unbekannte das Hinweisschild mit schwarzer Farbe beschmiert, so dass man nicht mehr erkennen kann, was darauf stand.


-Die Einwohner des Ortes Kopschin in der Gemeinde Crostwitz haben an der schlechten Ortszufahrtsstraße selbst die schlimmsten Stellen mit Beton ausgebessert.


-Der sorbische Jugendverein „Pawk“ veranstaltete am Donnerstag, dem 09.09.99 um 20.00 Uhr auf der Kopschiner Schanze ein Filmabend. Anschließend wurde noch am Lagerfeuer geplaudert.


-Dank Fördermittel konnte die Straße zwischen Nucknitz und Prautitz sowie nach Kopschin teilweise erneuert werden.


2000


-Laut Gemeindestatistik sind in diesem Ort 12 weibliche und 11 männliche Personen verteilt auf 6 Haushalte.


2002


-Die Bushaltestelle Kopschin/Nucknitz bekommt ein Wartehäuschen.


2007


-Verlegung der Wasserleitung in den Orten Kopschin und Nucknitz.


2009


-Im Dorfkern wird eine neue Aushangtafel aus Holz montiert. Die Bewohner warten noch auf die versprochene Sitzgelegenheit.

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